Darum geht es
Während des Einsatzes eines Pflegediensts stürzt ein Klient in Begleitung einer privaten Betreuungskraft (sog. Live-in-Care) beinahe mit einem Rollator.
Originalbericht vom 21.02.2025
Der Vorfall wurde bei einem Klienten beobachtet, der durch eine private 24-Stunden-Betreuung und einen ambulanten Pflegedienst versorgt wird. Die 24-Stunden-Betreuung wird durch eine osteuropäische, im Haushalt lebende Betreuungskraft mit geringen deutschen Sprachkenntnissen erbracht. Bei der Intimpflege, dem Ankleiden und der Mobilisation des Klienten greift die Betreuungskraft in die pflegerischen Abläufe ein und behindert diese. Der Klient läuft am Rollator und wird bei der Fortbewegung durch die Betreuungskraft angetrieben. Sie zieht den Rollator nach vorne, sodass es zu einem Beinahesturz kommt, da das Bewegungstempo des Klienten von ihr nicht berücksichtigt wird. Die Betreuungskraft agiert hastig und ungeduldig, ihre Ausdrucksweise führt zu Verständigungsproblemen mit dem Klienten, er wirkt verunsichert. Die beobachtete Situation wird von der anwesenden Pflegefachperson nicht gestoppt oder besprochen.
Diese Frage wurde nicht beantwortet.
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Einige Worte vorab: Wir bedanken uns für die Beiträge zum Pflege-CIRS. Über kritische Ereignisse zu berichten, kann Überwindung kosten. Gleichzeitig kann es helfen, solchen Situationen künftig vorzubeugen oder möglichst gut damit umzugehen. Mit den folgenden Tipps möchten wir Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Langzeitpflege fachlich unterstützen. Sie werden nach bestem Wissen erstellt, können aber nicht alle relevanten Aspekte und ebenfalls keine spezifischen organisationsbezogenen oder individuellen Bedingungen berücksichtigen.
erstellt am 25.02.2025
Eingeschränkte Mobilität und das Benutzen von Hilfsmitteln sind u. a. Risikofaktoren für Stürze bei pflegebedürftigen Menschen. Zeitdruck, Verständigungsprobleme und ein falscher Umgang mit dem Rollator können die Sturzgefahr zusätzlich erhöhen. Zudem steigt das Sturzrisiko nach einem Sturz oder einem Beinahesturz. Die gesundheitlichen Folgen können schwerwiegend sein, z. B. Wunden, Prellungen oder Knochenbrüche. Zur Sturzprävention gehören u. a. die richtige Unterstützung bei der Mobilität, einschließlich dem Umgang mit einem Rollator. Dabei sind wichtige Aufgaben professionell Pflegender, zum Schutz pflegebedürftiger Menschen in sicherheitskritische Pflegesituationen einzugreifen sowie proaktiv Beratung und Anleitung z. B. zur Sturzprävention anzubieten.
Folgende Maßnahmen durch Pflegefachperson oder unter deren Anleitung durch Auszubildende umsetzen: