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Bei der Wundversorgung zu kleines Pflaster verwendet

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Darum geht es

Bei der Wundversorgung wurde ein zu kleines Pflaster verwendet, sodass die Wunde nicht vollständig abgedeckt war.

Bericht zum kritischen Ereignis/Bericht zum kritischen Ereignis

Was ist passiert?

Schlechte Wundversorgung - Pflaster war zu klein Wunde nicht abgedeckt

Wo ist es passiert?

Ambulante Pflege (z. B. Pflegedienst)

Wann ist es passiert?

Diese Frage wurde nicht beantwortet.

Wie hätte es verhindert werden können?

Diese Frage wurde nicht beantwortet.

Was wurde nach dem kritischen Ereignis getan?

Diese Frage wurde nicht beantwortet.

Bericht vom 07.02.2025

Pflegefachliche Empfehlung

Eine unvollständige Wundabdeckung kann die Wundheilung beeinträchtigen und zu einer Wundinfektion bis hin zu einer Sepsis führen. Die Aufgabe von Pflegefachpersonen ist es, Wunden fachgerecht zu versorgen. Dazu gehören u. a. Maßnahmen zum Schutz der Wunde vor Infektionen, wie die vollständige Wundabdeckung mit einer geeigneten Wundauflage.

Unsere Tipps zum Vorgehen bei einem solchen Ereignis

  • pflegebedürftige Person und ggf. Angehörige über die unzureichende Wundabdeckung informieren; um Entschuldigung für den Fehler bitten; dazu anregen, den Pflegedienst in einem solchen Fall direkt zu kontaktieren
  • Wunde einschätzen: Lokalisation, Größe, Aussehen; bei Entzündungszeichen und Symptomen wie Fieber oder starken Schmerzen Arzt oder Ärztin informieren
  • Foto der Wunde anfertigen; dabei einheitlich vorgehen, z. B. hinsichtlich Kameramodell, Belichtung, Abstand; vorab schriftliche Einwilligung der pflegebedürftigen Person einholen
  • Wundversorgung nach ärztlicher Anordnung hygienisch und fachgerecht durchführen; dabei Wunde mit Wundkissen der Wundauflage vollständig abdecken, erfahrungsgemäß ca. 1-2 cm über Wunde hinaus mit Klebefläche des Pflasters oder Verband befestigen
  • Arzt oder Ärztin darauf hinweisen, wenn die Verordnung nicht (mehr) bedarfsgerecht erscheint 
  • Ereignis sachlich, genau und nachvollziehbar dokumentieren: Situation, Reaktion der pflegebedürftigen Person, Wundeinschätzung und Foto, ärztliche Anordnung, Maßnahmen

Unsere Tipps zur Prävention eines solchen Ereignisses

  • organisationsinterne Richtlinie zur Wundversorgung erstellen, z. B. Verantwortlichkeiten, Vorgehen, Dokumentation; Mitarbeitende hierüber informieren
  • ausschließlich Materialien verwenden, die ärztlich verordnet sind; nicht mehr verordnete Verbandmittel entsorgen oder getrennt von aktuellem Material aufbewahren
  • Prozess festlegen, um sicherzustellen, dass für jede Wundversorgung ausreichend geeignete Verbandmittel vorhanden sind
  • Wundversorgung der pflegebedürftigen Menschen regelmäßig evaluieren, z. B. Wundsituation, Aktualität der ärztlichen Anordnung; ggf. Anpassung der Maßnahmen
  • Mitarbeitende regelmäßig zu Wundversorgung schulen; zertifizierten Wundexperten oder zertifizierte Wundexpertin einbinden; Pflegefachperson für das Wundmanagement qualifizieren
  • DNQP-Expertenstandard sowie pflegerelevante Leitlinien (z. B. zu Ulcus Cruris, diabetischem Fußsyndrom) als Handlungsorientierung für Wundversorgung nutzen
  • pflegebedürftige Menschen und ggf. Angehörige im Rahmen ihrer Fähigkeit und Bereitschaft in die Wundversorgung einbeziehen; ermutigen, Beobachtungen und Fragen anzusprechen, z. B. unvollständige Wundabdeckung; bei Bedarf durch Pflegefachperson beraten, schulen und anleiten
  • feste Zeiten und Regeln vereinbaren, um im Team konstruktiv über kritische Ereignisse zu sprechen, z. B. bei Dienstübergaben, in Teambesprechungen, im Rahmen von Fallbesprechungen oder Kollegialer Beratung
  • Instrument nutzen, um kritische Ereignisse anonym zu berichten und zu bearbeiten, z. B. einrichtungsinternes Berichts- und Lernsystem oder einrichtungsübergreifend das Pflege-CIRS
Die pflegefachlichen Empfehlungen wurden nach bestem Wissen erstellt. Das ZQP übernimmt für die Richtigkeit keine Gewähr und haftet nicht für Schäden. Sie ersetzen nicht die individuelle Rechtsberatung im konkreten Fall.
erstellt am 11.02.2025