Auf Sorgen und Ängste einer Bewohnerin mit Demenz wurde nicht angemessen reagiert, sodass diese sich verstärkten. Werden negative Gefühle pflegebedürftiger Menschen, insbesondere mit Demenz, nicht ernst genommen, kann das zudem zum Vertrauensverlust gegenüber Pflegenden und schließlich auch zu starker Unruhe und Aggressivität führen.
Eine in der Orientierung eingeschränkte, pflegebedürftige Person (Mensch mit Alzheimer-Demenz) wurde in ihrer Angst nicht ernst genommen. Sie gab an, sich um ihre Kinder kümmern zu müssen. Nachdem Sie sich mit ihren Sorgen alleine gelassen fühlte und nicht wusste, wie Sie den Wohnbereich verlassen kann, äußerte Sie: "Ich rufe die Polizei". Die Pflegekraft äußerte dann nur, "Dann rufen Sie doch die Plizei".
Ja: Angst wurde verstärkt und das Wohlbefinden deutlich eingeschränkt (psychische Gewalt)
Stationäre Pflege (z. B. Altenpflegeeinrichtung)
Spätdienst
Anderes: Fehlende fachliches Verständnis, fehlendes Wissen über Techniken wie Validation.
Durch besseres fachliches Verständnis (mehr Wissen zur Erkrankung Demenz, den Auswirkungen und Techniken wie Validation und mehr Empathie für pflegebedürftige Menschen mit Demenz.
Es gab ein persönliches Gespräch (mit dem beteiligten Pflegehelfer), die Problematik wurde aber nicht hinreichend verstanden.
Ja: Wieso werden an die Pflege von Menschen mit Demenz nicht höhere fachliche Ansprüche (bessere Ausbildung) gestellt, wie z.B.in der Behindertenhilfe. Zusätzlich gilt die Frage natürlich auch in Bezug auf die strukturellen Voraussetzung für Pflegekräfte und die fehlende Zeit für schöne Momente.
Pflegefachperson
Bericht vom 23.11.2025
Bei der Pflege von Menschen mit Demenz sind Wissen zu Verhaltenssymptomen sowie ein empathischer und fachkompetenter Umgang damit wesentlich. Dazu gehört u. a., ihre Gefühle ernst zu nehmen und ihnen Sicherheit zu vermitteln.
Folgende aus unserer Sicht geeignete Maßnahmen wurden laut Bericht umgesetzt: Gespräch mit Pflegehelfer geführt
Die fachliche Frage kann vom CIRS-Team nicht beantwortet werden, da sie über eine pflegefachliche Einschätzung hinaus geht und eine weiterführende Diskussion erfordert.