Die Medikamentengabe wurde nicht dokumentiert, sodass ein Bewohner ein blutdrucksenkendes Medikament doppelt erhielt. Es kam zu Schwindel und Müdigkeit. Allgemein kann eine Überdosierung von Antihypertensiva einen starken Abfall des Blutdrucks bewirken und in Folge z. B. zu Schwindel, Bewusstlosigkeit und Verletzungen durch Stürze führen.
Stationäre Pflegeeinrichtung
Bei einer pflegebedürftigen Person (männlich, über 70 Jahre, Pflegegrad 4) wurde im Frühdienst ein Blutdruckmedikament doppelt verabreicht. Ursache war eine unklare Dokumentation im Medikamentenplan, da die Gabe nicht eindeutig abgezeichnet war. Die Person klagte anschließend über Schwindel und Müdigkeit. Die Vitalzeichen wurden kontrolliert, der Hausarzt informiert und die weitere Medikation angepasst. Es bestand ein erhöhtes Risiko für Kreislaufprobleme und Sturz.
[Nachtrag zum Bericht nach Rückfragen vom CIRS-Team: die bereits erfolgte Medikamentengabe wurde durch die PFK nicht dokumentiert.]
Ja
Kommunikationsprobleme: Ungenügende Dokumentation
PDL Info erhalten, Gespräch mit PFK wurde geführt
Diese Frage wurde nicht beantwortet.
Qualitätsbeauftragte/-r
Bericht vom 04.02.2026
Im Rahmen des Medikamentenmanagements gilt es, Medikamente wie ärztlich verordnet zu verabreichen sowie die Medikamentengabe für alle an der Versorgung beteiligten Personen fachgerecht zu dokumentieren. Wesentliche Voraussetzungen dafür sind eine gute Arbeitsorganisation und eindeutige Absprachen im Team.
Folgende aus unserer Sicht geeignete Maßnahmen wurden laut Bericht nach dem kritischen EreignisKritische Ereignisse sind konkrete Vorkommnisse, welche einen Gesundheitsschaden bei einer pflegebedürftigen Person verursacht oder das Risiko dafür erhöht haben. umgesetzt: Vitalzeichen kontrolliert | Hausarzt informiert und Medikation angepasst | Pflegedienstleitung informiert | Gespräch mit beteiligter Pflegefachperson geführt